
Mein hausärztliches Inventar:
Hierzu zähle ich Blut- und Urinuntersuchungen (inklusive Testung auf Drogen), EKG (also die Herzstromkurve), Lungenfunktionstest, Vorsorgeuntersuchung.
Behandlung Heroinabhängiger mit Methadon oder Buprenorphin (sog. Substitutionsbehandlung):
Die Behandlung dieses Klientels stellt eine besondere Herausforderung an den Therapeuten dar. Ein Teil dieser Menschen hat eine gespaltene Einstellung zu ihren Helfern: einerseits suchen sie Unterstützung, andererseits begreifen sie die Helfer als Teil der Gesellschaft, die sie missbilligen (oder sogar hassen). So werden die Therapeuten einerseits leicht zum Projektionsfeld unbearbeiteter Aggressionen, andererseits haben sie auch die Chance als Vorbild zu fungieren.
Unersetzlicher Bestandteil der Behandlung ist die Anbindung der Süchtigen an die so genannte PSB = Psycho-Soziale Betreuung. In diesen Institutionen helfen Sozialarbeiter/innen bei der Rückkehr ins “normale” Leben.
ImmuPro 300 ® - Test:
Dies ist eine Blutuntersuchung auf “versteckte Allergien gegen Nahrungsmittel”, welche nicht zum kassenüblichen Leistungsspektrum gehört. Sie umfasst etwa 300 Nahrungskomponenten inklusive Konservierungs- und Farbstoffe. Die Kosten belaufen sich auf etwa 455 €. Bekannt wurde der Test durch TV-Sendungen, in denen ein Zusammenhang zu Übergewicht und zum leidigen Thema “Abnehmen“ hervorgehoben wurde.
Hierbei handelt es sich um so genannte IgG-vermittelte Allergien vom verzögerten Typ. Verzögert bedeutet, dass es mehrere Stunden dauert, bis die assoziierten Symptome wie Blähungen, Völlegefühl oder auch Hautjucken oder Kopfschmerzen, Wassereinlagerungen etc. auftreten. Dadurch wird es für den Kranken schwierig, den Zusammenhang zum Auslöser selber festzustellen.
Der Witz an der Sache ist, dass – anders als bei den Allergien vom Soforttyp (die IgE-vermittelt sind) – der Körper die Allergie relativ schnell “vergisst”, wenn der Mensch lange genug den Auslöser meidet! Lange genug heißt hier in der Regel maximal 1 Jahr. (Hingegen benötigen die anderen Allergien laut Lehrbuch der Inneren Medizin 2005 “jahrelange Allergenkarenz” und verschwinden dann bei Erwachsenen mit 30%-iger, bei Kindern mit mehr als 50%-iger Wahrscheinlichkeit.)
Und der Haken?
Auch hier kommt es sich auf die Disziplin beim Essen an. Oft kann man nämlich beobachten, dass ausgerechnet gegen die Lieblingsspeisen des Erkrankten eine solche Allergie besteht!